Perpetuum Mobile am Beispiel des Trinkstorchs für die Tischdeko

(c) www.trinkstorch.de

Der Trinkstorch, der auch als „Trinkvogel“, „Schluckspecht“ oder „Nickvogel“ bekannt geworden ist, ist eine ganz besondere Tischdekoration. Denn er zeichnet sich nicht nur durch sein hübsches Äußeres, sondern auch durch seine ganz besondere Physik aus. Er wird auch als „Perpetuum Mobile für die Tischdeko“ bezeichnet. Doch was steckt dahinter? Wie funktioniert der Trinkstorch und handelt es sich tatsächlich um ein Perpetuum Mobile für das Wohnzimmer?

Der Trinkstorch als Tischdeko – wie funktioniert er?

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Trinkstorch als Tischdeko um einen aus Glas gefertigten Vogel mit einem sehr langen (Storchen-)Hals. Er ist innen hohl. Seine Unterseite besteht aus einem großen Bauch, der mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Die Flüssigkeit zeichnet aus, dass sie einen niedrigen Siedepunkt besitzt. Sie kann also leicht zum Kochen gebracht werden. Der Glas-Storch ist auf einer Halterung befestigt.

Diese erlaubt es ihm, nach vorne und wieder zurück zu kippen. Zu einem besonders interessanten Teil der Einrichtung wird er, indem er hinter einem Wasserglas aufgestellt wird. Denn dann kann die Physik ihre Wirkung entfalten. Wenn der Vogel in das Wasserglas eintaucht, wird sein Schnabel nass. Nach dem Auftauchen verdunstet das Wasser in die umgebende Luft. Hierbei kühlt sich der Glaskopf des Trinkstorchs ab. Der Dampf, der sich im Vogel befindet, kühlt damit ebenfalls im Kopfbereich ab. Das hat zur Folge, dass der Druck im Vogelkopf sinkt. Nun hat der Dampf im unteren Teil die Möglichkeit, sich auszudehnen. Hierdurch wird eine Flüssigkeit im Hals des Vogels nach oben gedrückt.

Der Schwerpunkt des Trinkstorchs ändert sich und der Vogel kippt wieder nach vorn. Durch das Kippen findet ein Druckausgleich statt und die Flüssigkeit fließt wieder nach unten. Der warme Dampf wiederum steigt in den Vogelkopf. Dies bringt den Trinkstorch dazu, wieder aus dem Wasserglas aufzutauchen – der Prozess beginnt von Neuem. Der Trinkstorch ist trotz dieser Arbeitsweise allerdings in Wirklichkeit kein Perpetuum Mobile zweiter Ordnung. Denn er bricht nicht den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Dieser besagt in einer anderen Formulierung, dass die „Entropie in einem System außer bei reversiblen Prozessen stets zunimmt“. Hier erfolgt eine Entropiezunahme, indem das verdunstende Wasser an die Luft abgegeben wird.

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