Ratgeber Einrichtungsstil: Was ist eigentlich Shabby Chic?

einrichtungesberater-Shabby-chicDer Begriff Shabby Chic wird sein einigen Jahren gerne für etwas Neues, das gleichzeitig alt wirkt, genutzt. Fern vom allzu Glatten richtet sich der dem Shabby Chic anhängende Mensch sein. Doch was genau ist der Shabby Chic?

Beim Begriff des schäbigen Schicks handelt es sich im Grunde um etwas Ironisches, denn traditionell wird alles, was etwas schäbig wirkt, nicht unbedingt als schick eingestuft. Bei diesem Trend jedoch verbindet man die beiden Elemente, so dass etwas ganz Neues entsteht, das eine eigene Qualität hat und sehr viele Freiräume zulässt. Gerade wenn Sie gerne selbst im Haus oder in der Wohnung herum puzzeln, kann dieser Einrichtungsstil für Sie der perfekte Stil sein, um sich mal so richtig aus zu toben.

Was mache ich mit der Kommode von Tante Marie?

Um es noch einmal kurz zu definieren: Beim schäbigen Schick handelt es sich um die Verknüpfung von glatten und etwas weniger glatten Elementen, wobei das weniger Glatte durchaus dominieren kann. Stellen Sie sich eine alte Kommode vor, die sich im Nachlass Ihrer Lieblingstante befindet und nun in Ihren Besitz übergeht. Sie betrachten sie und sehen so einiges: gelebtes Leben, etliche Kratzer, eine angeschlagene Ecke. Was ist zu tun? Die Kommode aufarbeiten lassen, sie mit einer Lackschicht überziehen oder sie so nehmen, wie sie Ihnen vererbt wurde? Das Letztere wäre die Anerkennung des Shabby Schick, der Originalität dieses speziellen Möbels und auch seiner Geschichte. Klingt das reizvoll oder sagen Sie „Ich weiß ja nicht“?

Nachträglich angebrachte Gebrauchsspuren

Wenn Sie sich in diesem Stil zu Hause einrichten wollen, müssen Sie aber gar nicht auf Tantchens Ableben warten oder den Flohmarkt nach richtig abgerockten Sachen durchstöbern. Sie können heute auch Möbel und Accessoires wie Spiegel oder Bilderrahmen kaufen, die eigentlich brandneu sind, denen man aber eine Patina oder ein paar Kinken verpasst hat. Wenn Sie es also mögen, dass die Dinge um Sie herum so wirken, als hätten sie eine lange Geschichte, zum Beispiel als Seekiste, die lange im Salzwasser gedümpelt hat, haben Sie es ganz leicht. In einer Art Zoom Verfahren wird „Leben“ auf die Möbel gebracht. Das Ergebnis ist entspannt und sagt auch, dass Sie es nicht nötig haben, aalglatt eingerichtet zu sein.

Unikate – leicht zu haben

Wenn Sie ein Möbelstück vor sich haben, das wie das Ihres Nachbarn aussieht, kommt sicher wenig Freude auf. Wenn Sie sich für den Shabby entscheiden, haben Sie das Problem nicht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Nachbar an genau der gleichen Stelle am Regal eine Schackc hat, geht gegen Null. Zur Attitüde des „ist mir egal“ kommt hier also noch der Unikatsfaktor hinzu. Dass dieser in Zeiten des allzu Glatten und Normierten so gefragt ist, verwundert eigentlich nicht. Lassen Sie es also zu Hause gerne ein wenig schäbig wirken: Das ist trés chic!

Bild Copyright: Image by StockUnlimited

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.