Bieten Sicherheitsschlösser genug Widerstand gegen Einbruchsversuche?

In Zeiten steigender Einbruchszahlen erhöht sich auch das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Viele, die noch nicht umgerüstet haben, möchten Türen und Fenster nun besser sichern. Doch worin besteht der Unterschied zwischen einem normalen Türschloss und einem Sicherheitsschloss? Das gebräuchlichste Schloss ist das Zylinderschloss, das nicht unter die Kategorie Sicherheitsschloss fällt. Trotzdem ist es sicherer als ein einfaches Schloss an einer Zimmertür.

Ein solch einfaches Bartschloss kann jeder Unbefugte mit einem Dietrich öffnen. Der Zylinder verhindert, dass das Schloss bei steckendem Schlüssel von der anderen Seite aufgeschlossen werden kann. Schloss und Zylinder arbeiten unabhängig voneinander. Einfache Zylinderschlösser trotzdem kaum Schutz.

Ein Zylinderschloss sollte zumindest mit einem Anbohrschutz ausgestattet sein, der das Öffnen erschwert. Als Anbohrschutz dienen zwei Stahlstifte an der Vorderseite des Schlosses.

Kombination aus Sicherheitsschloss und Zusatzfunktionen ist besonders sicher

Sicherheitsschlösser gibt es in verschiedenen Ausführungen. Auch diese Schlösser werden in unterschiedlicher Qualität angeboten. Von außen ist dies nicht erkennbar. Die meistverbreiteten Schlösser an Eingangstüren sind aus gehärtetem Stahl und besitzen fünf Zuhaltungsstifte. Sehr sichere Schlösser haben mehr Zuhaltungsstifte, es gibt Modelle mit 15 und mehr Stiften.

Ein Stahlsteg erhöht die Sicherheit zusätzlich. Wurde der Zylinder mit einer Codenummer ausgestattet, ist dieser Code in den Schlüssel eingraviert oder befindet sich auf einer mitgelieferten Karte. Bei einem eingetragenen Schloss kann ein Ersatzschlüssel nur vom Fachhändler unter Vorlage dieser Karte angefertigt werden. Nur Schlüssel mit der Codenummer sind Originale und sind konstant quaitativ hochwertig. Dank der Codekarte brauchen Besitzer den Schlüssel gar nicht mehr aus der Hand geben. Sie können einen Schlüssel einfach durch die Nennung der Nummer nachmachen lassen.

Diese Sicherungskarten erstellt der Hersteller nur für patentierte Türzylinder. Damit die Sicherheit gewährleistet ist, muss das Schloss auch richtig eingebaut werden. Steht der Zylinder vorne mehr als einen Zentimeter über, nützt der Schutz wenig. Ein Einbrecher kann ihn einfach abbrechen. Schließanlagen haben immer Sicherungskarten, durch die der rechtmäßige Eigentümer identifiziert werden kann.

Trotzdem sind Sie damit nicht hundertprozentig sicher, denn die Sicherungskarte verhindert nur das unrechtmäßige Nachmachen eines Schlüssels. Ein gutes Schloss braucht außerdem Manipulations-, Brech- und Kennziehschutz.

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