Teppich oder Laminat? Eine Entscheidungshilfe

In vielen neu errichteten Häusern hat man die Möglichkeit, Einfluss auf die Wahl des Bodens zu nehmen. Nicht nur Hausbauer, die ihr Eigenheim nach ihrem persönlichen Wunsch errichten, sondern auch in immer mehr Miet- und Eigentumswohnungen steht man vor der Qual der Wahl. Den Boden tauscht man im Normalfall nicht alle paar Jahre einmal aus. Mit der getroffenen Entscheidung muss man in der Regel viele Jahre lang leben. Der Austausch ist nämlich mit aufwendigen Sanierungsarbeiten verbunden, die Zeit und Geld kosten. Daher macht es Sinn, sich vor der Entscheidung intensiv mit den Vor- und Nachteilen einzelner Bodenbeläge auseinanderzusetzen.

Der Teppichboden

Besonders in Kinder- und Schlafzimmern erfreut sich der Teppich nach wie vor großer Beliebtheit. Immerhin steht dieser Belag in unendlich vielen Farben und Ausführungen zur Verfügung. Er eignet sich ausgezeichnet für die Kombination mit anderen Belegen: aus dem Badezimmer zum Beispiel ist der Vorleger bei der Badewanne kaum wegzudenken, Kinderzimmer zieren auf entzückende Spielteppiche. Außerdem ist Teppich relativ günstig und punktet mit angenehmer Wohnatmosphäre.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man auf Teppich nicht rutscht. Dieser Faktor ist zum Beispiel bei Kindern und älteren Personen ausschlaggebend. Auch die Nachbarn freuen sich, wenn man einen Teppich verlegt: man hört Schritte nämlich kaum durch. Allerdings sind bei Teppich auch einige Nachteile zu erwähnen:

  • Reinigung schwieriger als bei anderen Belägen
  • Flecken lassen sich nur schwer entfernen
  • Schlechte Wahl für Tierbesitzer, da Hunde- und Katzenhaare hängenbleiben
  • Fraglich bei Allergien – Hausstaubmilben sammeln sich und können schwer entfernt werden
  • Bei großen Flecken muss der gesamte Boden erneuert werden

Teppich effizient reinigen

Und das obwohl dieser Belag nicht gerade leicht zu reinigen ist, sollten einmal größere Flecken entstehen. Die tägliche Reinigung von Staub und Schmutz erfolgt mit dem Staubsauger. Regelmäßig sollte man den Belag jedoch gründlich reinigen lassen, um tiefliegende Schmutzpartikel zu entfernen. Dafür bietet sich eine Nassreinigung an. Dabei reinigt man den Teppich zunächst gründlich mit einem leistungsstarken Staubsauger, dann wird ein spezielles Shampoo aufgetragen. Einen Nasssauger kann man sich in vielen Baumärkten ausleihen. Als Alternative bietet es sich an, Profis wie die Teppichreinigung Berlin zu beauftragen. Teppichreinigungen in ganz Deutschland bieten unterschiedlichen Service an. Einerseits kann man den Teppich selbst in der Firma vorbeibringen, wenn dieser nicht fest verklebt ist. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass ein tatkräftiges Team direkt zu Hause für einen sauberen Teppich sorgt. In diesem Fall muss man allerdings auch Fahrtkosten mit einberechnen. Wer den Teppich von Profis reinigen lassen möchte, holt sich am besten mehrere Angebote ein. Der Preis richtet sich unter anderem nach der Art des Bodens (hoch- oder niederflorig), dem Material (Seide, Sisal, Wolle, Baumwolle) und der zu reinigenden Fläche.

Alternative – Laminat

Zwischenzeitlich hat Laminat den traditionellen Teppich als beliebtesten Belag abgelöst. In den letzten Jahrzehnten ist das Verlegen von Laminat zum Kinderspiel geworden. Es wurde das praktische Klick-System entwickelt. Dabei steckt man die einzelnen Paneele ganz einfach zusammen. Nur die Ränder müssen entsprechend zurechtgeschnitten werden. Dafür sind nur geringe handwerkliche Kenntnisse und wenig Werkzeug nötig. Allerdings sollte man bedenken, dass Laminat den Schall kaum dämpft. Jeder Schritt ist von dem Nachbarn zu hören, der in der Wohnung unterhalb lebt. Das Anbringen einer Dämmschicht ist dringend zu empfehlen. Laminat kann auch gut mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden. Zu viel Feuchtigkeit verträgt dieser Belag nicht. Sollte durch die Fugen zwischen den Paneelen Wasser eindringen, kann der Unterboden im schlimmsten Fall zu schimmeln beginnen. Solle ein Paneel kaputt gehen, ist der Tausch nicht immer unkompliziert. Wichtig beim Kauf ist, auf Qualität zu achten. Günstige Paneele sind oft schräg zugeschnitten und es entstehen lästige Spalten.

Auf die Nutzungsklassen achten

Laminat überzeugt mit vielen Vorteilen. Es gibt die Paneele in unzähligen Schattierungen und Farbabstufungen. Um sich für das richtige Laminat zu entscheiden, sollte man den Aufbau kennen. Über einer Spanplatte sitzt nämlich eine Dekorschicht, die für das holzähnliche Aussehen verantwortlich ist. Laminatböden unterscheiden sich jedoch nicht nur vom Aussehen her. Sie sind auch in verschiedene Nutzungsklassen eingeteilt. Für Wohnbereiche mit intensiver Nutzung wie Kinder- oder Wohnzimmer und den Flur entscheidet man sich am besten für die abriebfeste Klasse 23. In Küchen, wo ab und zu etwas herunterfällt, ist ebenfalls die Klasse 23 zu empfehlen. Auch für Büroräume wird diese Kategorie gerne herangezogen. Für mittlere Beanspruchung ist die Klasse 22 ideal. In Schlaf- oder Esszimmern reicht bei normaler Nutzung meistens die Klasse 21 aus.

Fazit

Ob Laminat oder Teppich hängt in vielen Fällen vom persönlichen Geschmack ab. Mittlerweile ist Laminat schon günstig zu haben, allerdings muss man bei diesem Belag auch mit Kosten für einen Trittschutz rechnen. Sonst hört man nämlich nahezu jeden Laut durch. Dieses Problem hat man bei Teppich nicht, weil er schalldämpfend wirkt. Dafür lassen sich Flecken nicht so einfach entfernen und man muss für die gründliche Reinigung unter Umständen ein Spezialunternehmen beauftragen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.